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Landgericht Frankfurt am Main, Urteil vom 19.12.2019
- 2-24O 55/19 -
Reisemangel: Keine Suite auf Mallorca
Anspruch auf Reisepreisminderung in Höhe von 50 % aufgrund falscher Zimmerkategorie
Das LG Frankfurt hat entschieden, dass ein Reisender, der eine "WU Suite" mit einem separaten Schlafzimmer in einem Hotel gebucht hatte, auch dann einen Anspruch auf ein solches Zimmer hat, wenn in der Buchungsbestätigung die Unterbringung in einer "Suite" ausgewiesen ist.
Im hier vorliegenden Fall hatte der Kläger für sich und zwei weitere Personen, die Klägerin und eine 78 Jahre alte Dame, eine 10-tägige Pauschalreise nach Mallorca gebucht. Im Reiseprospekt war für das Hotel unter anderem zwischen den Zimmerkategorien KU Juniorsuite, KUA Juniorsuite Superior und WU Suite“ unterschieden worden. Im Gegensatz zu den anderen Kategorien sollte die WU Suite größer sein und insbesondere ein separates Schlafzimmer haben.
Zimmer mit kombiniertem Wohn- und Schlafraum anstatt Suite
Die
Anspruch auf Reisepreisminderung wegen falscher Zimmerkategorie
Das LG entschied, dass vertraglich eine Unterbringung in einer WU Suite geschuldet gewesen sei. Auch wenn die
Umzug in einem anderen Hotel durfte abgelehnt werden
Den Klägern könne auch nicht entgegengehalten werden, dass sie das Abhilfeangebot des Reiseveranstalters abgelehnt hatten, in ein anderes Hotel umzuziehen. Es sei nämlich nicht dargelegt worden, dass dieses gleichwertig war, etwa in Bezug auf die Strandlage. Zudem habe es sich an einem ganz anderen Ort der Insel und nicht wie das gebuchte Hotel in der Nähe eines Naturschutzgebietes befunden.
Anspruch auf Schadensersatz wegen nutzlos aufgewendeter Urlaubszeit
Darüber hinaus sprach das LG Ersatz nutzlos aufgewendeter Urlaubszeit in Höhe weiterer 50 % des Reisepreises zu. Diese
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© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 28.07.2020
Quelle: Landgericht Frankfurt am Main, ra-online (pm/ab)
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Dokument-Nr. 29009
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